Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im August 2016

im Regionalverband Saarbrcken

Arbeitsmarkt

16.567 Frauen und Mnner waren im August arbeitslos gemeldet, drei weniger als im Juli und 569 weniger als vor einem Jahr (minus 3,3 Prozent). Die Zahl aller Arbeitsuchenden ist um 75 auf 30.933 gesunken. Zu den Arbeitsuchenden gehren neben den 16.567 Arbeitslosen (bei Arbeitsagentur und Jobcenter gemeldete Personen, einschl. Langzeitarbeitslose), u.a. auch Personen, die kurzzeitig erkrankt sind, Personen, die mehr als geringfgig beschftigt sind und vom Jobcenter einen Aufstockungsbetrag zum Lohn erhalten sowie Beschftigte oder Selbstndige, die eine andere Arbeit suchen.

Die Arbeitslosenquote hat sich gegenber dem Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 9,9 Prozent verringert.

Die Arbeitslosenquoten aller saarlndischen Landkreise im Vergleich:

St. Wendel 4,2 Prozent, Kreis Saarlouis 5,4 Prozent, Merzig-Wadern 5,6 Prozent, Saarpfalz-Kreis 6,0 Prozent, Kreis Neunkirchen 8,7 Prozent, Regionalverband Saarbrcken 9,9 Prozent.

Die Ferienzeit bedeutet zumeist auch eine kurzzeitige Flaute auf dem Arbeitsmarkt, weshalb in den Sommermonaten die Arbeitslosenzahlen zeitlich begrenzt ansteigen. Zum Ende des Sommers schwcht sich diese Tendenz blicherweise ab. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung, so Jrgen Hadenteufel, Vorsitzender der Geschftsfhrung der Agentur fr Arbeit Saarland. Die wenigsten Sorgen macht Hadenteufel sich um den Personenkreis der Jugendlichen, die krzlich ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Mit ihrer Qualifikation haben die jungen Fachkrfte die besten Chancen, rasch eine feste Stelle zu finden und in ein erfolgreiches Berufsleben zu starten. Schwieriger sind die Perspektiven fr andere Personengruppen. 39,7 Prozent der Menschen, die ohne Job sind, sind langzeitarbeitslos, das heit bereits lnger als ein Jahr ohne Beschftigung. 28,5 Prozent der Arbeitslosen sind ber 50 Jahre alt. Auf diese Entwicklungen adquat zu reagieren stellt eine groe Herausforderung dar, so Hadenteufel.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur fr Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen in August um 212 auf rund 3.320 gestiegen, blieb allerdings um 4,2 Prozent unter dem Vorjahreswert (minus 144). Vor allem bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Frauen ist die Arbeitslosigkeit im August gestiegen. Hier waren 1.417 Personen gemeldet ( plus 141 gegenber Juli), bei den Mnnern 1.903 (plus 71 gegenber Juli). Bei den Jngeren unter 25 Jahren ist die Arbeitslosigkeit um 15 auf 520 gestiegen, das waren 89 weniger als vor einem Jahr (minus 14,6 Prozent).

Entwicklung in der Grundsicherung fr Arbeitslose

Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Regionalverbandes ist im August um 215 auf 13.247 Personen gesunken und lag damit 425 unter dem Vorjahreswert (minus 3,1 Prozent). Im August waren 7.304 Mnner und 5.943 Frauen beim Jobcenter gemeldet. Bei den Mnnern ist gegenber dem Vorjahr ein Rckgang um 151 (minus 2,0 Prozent), bei den Frauen ein Rckgang von 274 (minus 4,4 Prozent) festzustellen. Die Zahl der Jngeren unter 25 Jahren ist um 84 auf 1.103 gesunken, das waren 61 oder 5,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Fast die Hlfte (6.230 Personen bzw. 47,0 Prozent) aller beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren bereits ein Jahr und lnger arbeitslos. Gegenber dem Vorjahr ist dies ein Rckgang um 496 (minus 7,4 Prozent). Der Auslnderanteil an den Arbeitslosen betrug im August 32,5 Prozent (4.309 Personen).

Unterbeschftigung (ohne Kurzarbeit)

Die Unterbeschftigung lag im Bereich der Arbeitslosenversicherung im August bei 4.017 Personen. Das waren 127 bzw. 3,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Bereich der Grundsicherung fr Arbeitsuchende lag die Unterbeschftigung im August bei 20.472 Personen (plus 2.264 bzw. plus 12,4 Prozent zum Vorjahr).

In die Unterbeschftigung werden neben den registrierten Arbeitslosen auch die Personen einbezogen, die an arbeitsmarktpolitischen Manahmen teilnehmen oder aus anderen Grnden nicht als Arbeitslose gezhlt werden.

Stellenmarkt

Seit Jahresbeginn wurden der Agentur fr Arbeit und dem Jobcenter 6.210 offene Stellen gemeldet, das waren rund drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen noch 2.698 freie Jobs zur Verfgung.

Besonders gesucht sind weiterhin Arbeitskrfte im Dienstleistungsbereich, in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, im Baugewerbe, im Verarbeitenden Gewerbe, im Bereich Verkehr und Logistik sowie im Finanz- und Versicherungsdienstleistungssektor.

Regionale Entwicklung

Saarbrcken (Stadt Saarbrcken und Kleinblittersdorf):

10.920 Arbeitslose (minus 27 zum Vormonat), Arbeitslosenquote: 11,4 Prozent

davon im Rechtskreis SGB II: 8.878

Heusweiler (Heusweiler, Riegelsberg und Pttlingen):

1.285 Arbeitslose (plus 16 zum Vormonat), Arbeitslosenquote: 4,8 Prozent

davon im Rechtskreis SGB II: 829

Sulzbach (Stadt Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied):

1.703 Arbeitslose (keine Vernderung zum Vormonat), Arbeitslosenquote: 8,1 Prozent

davon im Rechtskreis SGB II: 1.316

Vlklingen (Stadt Vlklingen und Grorosseln):

2.659 Arbeitslose (plus 8 zum Vormonat), Arbeitslosenquote: 11,2 Prozent

davon im Rechtskreis SGB II: 2.224

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